Im Rahmen eines spannenden Workshops beschäftigten sich die 3. Klassen gemeinsam mit der youngCaritas intensiv mit dem Thema nachhaltige Mode und den Auswirkungen der Textilindustrie auf Mensch und Umwelt.
Gemeinsam mit der Referentin Angelika Egger-Wolf hinterfragten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Konsumverhalten und setzten sich mit den Produktionsbedingungen in der Modeindustrie auseinander. Dabei wurde deutlich, welche Folgen die schnelle und billige Produktion von Kleidung für Arbeiterinnen und Arbeiter sowie für die Umwelt hat.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops lag auf nachhaltigen Alternativen. Die Jugendlichen lernten, dass Mode nicht immer neu gekauft werden muss, um modern und individuell zu sein. Besonders interessant war der Einblick in Carla, den Sachspendenmarkt der Caritas. Dort werden gebrauchte Kleidungsstücke gesammelt, aufbereitet und weiterverkauft. Dadurch wird Kleidung länger genutzt, Ressourcen werden geschont und gleichzeitig soziale Arbeitsplätze geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass Carla nicht nur ein Second-Hand-Shop ist, sondern auch ein wichtiges Beschäftigungsprojekt mit sozialem Mehrwert.
Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern hatte außerdem die Möglichkeit, die Carla-Sortierung in Fohnsdorf zu besuchen. Vor Ort konnten verschiedene Kleidungsstücke ausgewählt werden, die im Rahmen einer geplanten Modenschau im Seniorenwohnheim in Oberwölz präsentiert werden. Im Anschluss an die Modenschau besteht für Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die vorgestellten Kleidungsstücke zu erwerben. Damit wird nachhaltige Mode nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch aktiv weitergetragen.
Der Workshop regte die Jugendlichen dazu an, bewusster über ihr eigenes Kaufverhalten nachzudenken und zeigte auf, wie jede und jeder Einzelne durch kleine Veränderungen einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten kann. Die Veranstaltung war informativ, abwechslungsreich und bot viele spannende Denkanstöße für einen nachhaltigeren Umgang mit Mode.
Ein besonderer Dank gilt Susi Pestitschegg für die hervorragende Organisation des Workshops!